(Fen Harbor) Überraschungskonzert zum Geburtstag
Ein Konzert zum Jahresabschluss
Das Ziel für den diesjährigen Jahresabschluss war bereits im Sommer gesetzt: Über unseren Sänger Volker wurden wir als Überraschungsgast auf einem runden Geburtstag gebucht. Mittlerweile hatten wir unser Set auf 10 Stücke erweitert, darunter die beiden eigenen Songs "Adler" und "Panta Rhei". Natürlich sollte auch dieses Mal wieder nicht alles glatt gehen: Die Generalprobe am Dienstag zuvor musste wegen eines Hexenschusses ausfallen - wieder eine Zitterpartie vor dem Gig. Um die Überraschung dennoch erfolgreich "auf die Bühne" zu bekommen, trafen wir uns an diesem Vormittag sehr früh, um das Equipment im Proberaum abzubauen und vor Ort wieder aufzubauen und danach direkt einen Soundcheck und eine nachgeholte Generalprobe zu machen.
Der Aufbau verlief reibungslos. Dieses Mal hatten wir nicht nur die Musikanlage, sondern auch einiges an Licht-Equipment dabei. Ein paar DMX-Scheinwerfer, für die ich mir eine kleine App geschrieben hatte, die auf einem Raspberry Pi läuft und so das Licht per Tablet steuern lässt. Dazu eine kleine Nebelmaschine und unser neues Band-Banner, das von nun an unser Bühnenbild schmücken soll. Nachdem alle Mikro- und Beckenständer richtig positioniert und alle Kabel fachmännisch verlegt und (mehrfach) fixiert wurden, ging es dann mit dem Soundcheck los. Dabei wurden wir freundlicherweise von einem der bereits anwesenden Gäste unterstützt, der sofort das richtige Ohr für die Feinheiten hatte.
Während wir dann die Generalprobe nachholten, fuhr schon der Wagen mit dem Geburtstagskind auf den Hof. Dieser machte große Augen und freute sich sichtlich. So hatte er zwar bereits einen Vorgeschmack darauf bekommen, was ihn am Abend erwarten würde, aber die Überraschung war trotzdem gelungen. So warteten wir dann auf den Abend, an dem wir nach dem Essen auftreten sollten.
Als kleinen Gag erlaubten wir uns, das Geburtstagskind als Ersatz-Drummer zu casten, da unserer ja einen Hexenschuss hatte und jederzeit bei einer falschen Bewegung ausfallen könne. Dazu bekam er ein Paar "Aeroband Pocket Drum" Sticks in die Hand (ohne zu wissen, was es damit auf sich hat). Er musste dann die Schläge des echten Schlagzeugs nachahmen. Die Pocket Drum Sticks können in der Luft ohne echtes Schlagzeug gespielt werden und erkennen anhand der Bewegung, welche Trommeln gespielt wurden. Die Lautstärke am Mischpult hatten wir allerdings auf Null gedreht, so dass er sich reichlich blöd dabei vorkommen musste, mit Stöckchen in der Luft herumzufuchteln. Schließlich hörte Rüdiger auf, am echten Schlagzeug zu spielen und er musste weitermachen. Dabei drehten wir die Lautstärke langsam auf und der Aha-Effekt war da. Zum Abschluss spielte er dann den Rhythmus zu "We will rock you" und alle sangen mit.
Schließlich machten wir das Licht aus und hüllten die Bühne in etwas Nebel, damit die Bühnenbeleuchtung besser wirkt. Wir spielten unsere 10 Songs (davon ein stark improvisiertes Cover als Zugabe), dabei gab es zu jedem Stück eine etwas andere, vorprogrammierte Farbstimmung. Düstere Lieder bekamen rote Lichter und Stoboskop-Effekte, fröhliche Lieder grün-gelbe Farbwechsel.
Alles in allem ein anstrengender Tag, aber ein erfolgreicher Abend, an dem wir viel Spaß hatten, unsere gesamte neue Setlist zu präsentieren.
