"Warum gibt es die Schallwellen eigentlich nicht mehr?" hatte ich bei einer Ohrenblick-Probe gefragt. Die Antwort war: "Wir bräuchten halt jemanden, der die Tontechnik macht...". Ich dachte mir: "Das können wir doch auch selber" - und so beschlossen wir, quasi zum Anheizen für das 55. Open Air Worpswede, zwei Wochen vorher ein Schallwellen Sit-In in der Scheune zu veranstalten.

Der Tradition der Veranstaltung entsprechend sollten es drei Bands für drei Euro Eintritt sein. Wir wollten mit Ohrenblick unsere Live-Tauglichkeit als Opener für das Open Air auf die Probe stellen und Fen Harbor sollte auch mit von der Partie sein. Als dritter Act im Bunde wurde dann noch Eloy Dias eingeladen, der solo und mit Saxophon-Begleitung auf der Bühne ordentlich eingeheizt hat - aber beginnen wir von vorne:

Bühne und Schlagzeug wurden von Andy, Axel und der Scheunen-Crew schon einen Tag zuvor aufgebaut. Am Freitag wollte ich dann ab 15 Uhr mit dem Verkabeln der Bühne anfangen. Als ich ankam, waren Eloy und einige andere schon da - Stress! Ich wollte ja in Ruhe erstmal alle Kabel verlegen, bevor die Bühne vollgestellt wird - naja, egal.

Scheinwerfer befestigen und verkabeln, LED-Röhren aufstellen, Gitarren, Mikros und Verstärker verkabeln. Pizza essen, weiter verkabeln, Nebelmaschine auftanken und Soundcheck machen. Der Nachmittag verging wie im Flug, bis wir uns in der Abendsonne ein wenig ausruhen und auf den Auftritt freuen konnten. Beim Soundcheck hat Andreas das Heft (bzw. das Mischpult) in die Hand genommen und so haben wir beide Bands innerhalb kürzester Zeit abgemischt (Eloy hatte seine eigene Technik dabei).

Wir starteten mit Ohrenblick - da wir beim Open Air Festival ja auch den Opener machen werden. Um die Leute ins Innere der Scheune zu locken, begannen wir, ein wenig zu improvisieren und als sich der Raum langsam füllte, begannen wir unser Set dann mit "Zurück auf Los" und einem Instrumentalstück. Danach wechselten Olli und ich die Instrumente (Gitarre zu Bass und umgekehrt), bis wir mit dem letzten Lied "Egal" wieder zurück wechselten.

Der Übergang zu Eloy ging dann sehr schnell - Anlage und Mischpult trennen, anderes Mischpult einstecken, weiter geht's. Der Wechsel war so nahtlos, dass die Leute es teilweise nicht einmal geschafft haben, sich ein neues Getränk zu holen (da achten wir nächstes Mal drauf 😅). Eloy spielte eigene Songs und Cover. Nach zwei Zugaben durften wir dann mit Fen Harbor auf die Bühne. Dieses Mal ließen wir uns etwas mehr Zeit (Schlagzeug zurecht rücken, Frisur überprüfen...).

Wir starteten wie gewohnt mit "We are Musicians", spielten unser komplettes Set an eigenen Songs und spielten am Schluss unser neustes Lied "On the Offroad", in dem Volker und ich gemeinsam singen und ich habe das Gefühl, dass das Lied ganz gut angekommen ist. Unsere Späße auf der Bühne und die Anekdoten zum Song "Adler" sorgten in meinem Empfinden für eine ausgelassene Stimmung und so beendeten wir den Abend auf einer guten Note (einem "A", um genau zu sein).

Der Abbau ging dann wesentlich zügiger, als der Aufbau. Ich denke jeder hat seine Kabel wiederbekommen (gut, dass ich meine vorher noch markiert hatte) und zumindest ich bin an dem Abend müde und zufrieden wie ein Stein ins Bett gefallen.

Das Plakat der Veranstaltung "Schallwellen Sit-In" am 08.05.2026 um 19:30 Uhr Ein Foto der Bühne mit der Band 'Ohrenblick'. Olli an der Gitarre, Andy am Schlagzeug, Carsten am Saxophon und Carsten am Bass. Ein Foto der Bühne mit der Band 'Ohrenblick'. Olli am Bass, Andy am Schlagzeug, Carsten am Saxophon und Carsten an der Gitarre. Eloy Dias allein auf der Bühne mit der Gitarre Ein Foto der Bühne mit der Band 'Fen Harbor'. Im Vordergrund sieht man, wie jemand mit einem Smartphone filmt. Ein Foto der Bühne mit der Band 'Fen Harbor'. Andreas an der Gitarre, Rüdiger am Schlagzeug, Vokler am Mikrofon und Carsten am Bass.