Von Wolfgang's Garden Stage hatte ich schon oft sehr viel Gutes gehört. Seine regelmäßigen Musik-Events im eigenen Garten genießen mittlerweile einen besonderen Ruf in Insiderkreisen. Umso mehr freute ich mich, als er über Andreas (von Fen Harbor) anfragte, ob ich nicht spielen wolle. Er wollte dieses Jahr einen Schwerpunkt auf Singer und Songwriter legen und natürlich sagte ich sofort zu. Seine Band, die Smoked Eels hatte ich ja schon beim Open Air Konzert im Boga's Hüttenbusch kennengelernt.

Dieses Mal sollten neben den Eels auch Inga Wehnert und Marno Howald spielen. Marno kannte ich ja ebenfalls aus Hüttenbusch und Inga war auch schon das eine oder andere Mal im Boga's zu Besuch.

Als ich ankam, war die Bühne schon komplett verkabelt und Marno war mitten im Soundcheck. Er wollte dieses Jahr den Opener machen, nachdem er letztes Jahr ganz am Schluss gespielt hatte. Er heizte die Stimmung ordentlich an und spielte einige Songs von seinem neuen Album, an dem er gerade arbeitet.

Im Anschluss spielten die Smoked Eels, die einzige Band in voller Besetzung an dem Abend. Leider meinte es das Wetter dann nicht so gut mit uns. Es begann zu regnen und während auf der Bühne die Instrumente und Musiker trocken blieben, flüchteten sich Teile des Publikums unter Bäume und Dächer. Schließlich ließ der Regen nach und die Gäste versammelten sich wieder vor der Bühne. Währenddessen sprach ich mich mit Inga ab, wer als nächstes spielen solle. Sie wollte gerne direkt im Anschluss auf die Bühne und so spielte ich zum Schluss. Auch Inga brachte uns mit ihren Stücken zum Lachen und zum Mitsingen, bis die Sonne schließlich untergegangen und es sehr dunkel war.

Ich spiele auf der Bühne

In Vorbereitung auf den Abend hatte ich mir eine Setlist zurechtgelegt, die mit ein paar irischen Stücken anfing und dann über das Thema "Reisen" auf meinen Song San Diego überleiten sollte. Die Liste sollte etwa eine halbe Stunde abdecken, ich hatte aber noch ein paar weitere Stücke vorbereitet, so dass es inklusive Zugaben ungefähr eine Dreiviertelstunde geworden ist. Ich hatte sehr viel Spaß dabei, allerdings war es etwas ungewohnt, durch die Dunkelheit die Gesichter im Publikum nicht sehen zu können. Daher war ich darauf angewiesen, die Reaktionen am akustischen Feedback festzumachen.

Zum Schluss gab es noch eine kurze Jam-Session mit einem bunten Mix der Leute, die vorher schon auf der Bühne standen. Diese Session wurde dann aber vorzeitig durch den wieder einsetzenden Regen beendet. Alles in allem ein sehr gelungener Abend, wie ich finde. Ich hatte sehr viel Spaß beim Zuhören und beim selber spielen und freue mich, wenn ich auch in Zukunft mal wieder dabei sein darf.