Mittsommerfest
Das Mittsommerfest bei bei Susanne und Andreas im Garten
Das Mittsommerfest im vergangenen Jahr war mir in sehr guter Erinnerung geblieben und so freute ich mich umso mehr, dass Susanne und Andreas wieder eins in ihrem Garten veranstalten wollten. Das Wetter blieb bis zuletzt eine Zitterpartie, so dass wir zur Vorsicht über der Bühne einen Pavillon aufbauten. Nicht ganz unbegründet - das angesagte Gewitter blieb zwar aus, doch die Sonne brannte so heiß herunter, dass wir froh über den Schatten waren.
Nachdem wir letztes Jahr noch ohne Bandnamen aufgetreten waren, hatten wir dieses Mal sogar ein Banner hinter der Bühne. Das hatte Volker bereits für unseren Auftritt im Dezember organisiert.

Der Fokus von Mittsommer sollte ein Familienfest sein - kein Live-Konzert - und doch nahm die Livemusik wieder einen wichtigen Teil der Feier ein: Zur Eröffnung sangen Olaf, Andreas, Susanne und Antje zwei Mittsommer-Lieder und es wurde um den Mittsommer-Baum getanzt. Doch die Bühne wurde dieses Mal nicht nur zum Musizieren genutzt - einige der anwesenden Kinder wollten sich auch mal am Mikrofon versuchen und so kam es, dass eine aufstrebende Comedienne im Alter von neun Jahren ihre Witze zum Besten gab.
Mit Fen Harbor hatten wir unsere mittlerweile zehn Stücke in zwei Blöcke aufgeteilt, um alles etwas aufzulockern und die Veranstaltung nicht zu einem Rock-Konzert zu machen. Im ersten Block spielten wir We are Musicians, Lightness, Adler, Find Your Line und Panta Rhei. Nach unserem ersten Block veranstalteten die Kinder eine Wasserschlacht, bei der zumindest die Bühne und die Instrumente weitestgehend verschont blieben - was man von den meisten anwesenden Erwachsenen nicht behaupten kann. Im Anschluss spielte Raul mit seiner Les Paul und dem Loop-Pedal wieder einige Songs und versprühte dabei Clueso-Vibes.
Unser zweiter Block bestand dann aus den Songs Won’t Back Down, Dancing, Teufel, I Wish und On The Offroad. Letzteres hat uns solch einen Spaß bereitet, dass wir es später am Abend noch einmal gemeinsam gespielt haben. Auch dieses Mal gab es wieder eine gemeinsame Jam-Session. Es begann damit, dass ich einige meiner Songs gespielt habe. Ich hatte mir vorher eigentlich nur 4-5 Lieder herausgesucht, da ich nicht damit gerechnet hatte, so viel spielen zu können. Nach und nach gesellten sich aber immer mehr Leute mit auf die Bühne. Erst Rüdiger am Schlagzeug, bis ich einen Song gerne alleine spielen wollte. Danach kam dann Raul und setzte sich ans Schlagzeug, Andreas improvisierte abwechselnd auf Bass und Gitarre. Ich weiß gar nicht, wie lange wir gespielt haben - wahrscheinlich mehr als eine Stunde. Dabei waren irische und schottische Folk-Songs, meine eigenen Lieder und ein neuer Song: "The Rusty Wreck of the Plassey", den ich extra im Stil eines irischen Folk-Songs geschrieben hatte. Dazu kamen Klassiker von Papa Roach, Linkin Park, Green Day, Udo Lindenberg, Corey Taylor und Pohlmann. Ich konnte gar nicht mehr aufhören und wartete insgeheim nur darauf, dass man mich von der Bühne geleiten und darauf verweisen würde, dass die Leute auch mal ihre Ruhe haben wollten. Doch das geschah nicht.
Zwar wurde auch dieses Jahr wieder nichts daraus, dass ich einmal ein paar Songs auf dem Schlagzeug begleiten konnte (Raul hatte sich genau das auch zum Ziel gesetzt), aber ich hatte eine wahnsinnig gute Zeit - und der Stimmung der anwesenden Gäste zu urteilen war ich da nicht der einzige.
Nach dem Ende der Live-Musik musste sich dann doch nochmal unsere junge Comedienne am Schlagzeug versuchen, wobei ich ihr gerne half. Auch dieser Abend wird mir wohl noch lange in Erinnerung bleiben - mit tollen Momenten, schönen Begegnungen und neuen Bekanntschaften.